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Auf zu den Virgin Islands

15.03.2019

Hier wieder mal ein Bericht. In den Virgin Islands hatten wir meist keine genug gute WLAN Verbindung um Fotos oder Berichte hoch zu laden.

Wir blieben einige Tage in der Marigot Bay und gingen jeden Tag wieder zum Super-U zum Einkaufen. Am Sonntag nahmen wir den Bus und fuhren zum Carrefour bei Philipsburg. Wie überall in der Karibik fährt der Bus los wenn der Fahrer findet es sind genug Personen eingestiegen. Im Carrefour gab es ein grösseres Sortiment, aber die Preise waren auch etwas höher und es wurde genau umgerechnet. Auf der französischen Seite gilt bei Barzahlung 1 Dollar = 1 Euro. So nahmen unsere Dollar Bestände recht schnell ab, aber so hatten wir einen Rabatt von gut 10 %. Am Donnerstag gingen wir zu der Tankstelle in der Durchfahrt zur Lagune. Die Zugbrücke ist defekt und wird nicht mehr geöffnet. Wenn man in die Lagune will muss man von der Simpson Bay her reinfahren. Der Preis für Diesel ist bei dieser Tankstelle nur 95 Eurocents pro Liter, im Gegensatz zu 1.20 € in der Marina. Da man auch dort in Dollar gleich Euro bezahlen kann, ist der Sprit sehr günstig. Am Freitag fragten wir dann die Marina  über Funk wegen unserem reservierten Platz an. Er gab uns an dass wir reinkommen könnten, aber an einen Platz wo wir mit dem Anker anlegen müssten, da keine Boje mehr vorhanden sei. Da es recht viel Wind hatte und uns der Aufwand für einen Tag zu gross war verzichteten wir auf den Platz und blieben vor Anker.

Am Nachmittag kamen Markus, Patricia, Olivia und Lilian bei der Marina an. Ich holte sie dort mit dem Dinghy ab und nach 3 Fahrten waren alle mit Gepäck an Bord. Am Samstagvormittag segelten wir los nach Anguilla. Da auf der Webseite von Sailclear angegeben war, dass man in Anguilla, den Virgin Islands mit ihrem System einklarieren kann hatte ich die Daten aller erfasst. Leider funktioniert Sailclear auch dort nicht. Wenn sie es schon nicht hinkriegen, dass man auf diesen Inseln damit einklarieren kann sollten sie die Angaben wenigstens von der Webseite nehmen. Wir blieben in der Road Bay und genossen das Strand Leben und unternahmen Spaziergänge über die Insel.

Am 26. März morgens um vier Uhr nahmen wir den Anker auf und gingen auf Kurs zu den Virgin Islands. Als unsere Gäste aufstanden waren wir schon weit draussen. Wir hatten recht steten Wind und kamen gut voran. Leider drehte der Wind ein wenig so dass wir beschlossen gleich den Gorda Sound anzulaufen, statt unten beim Round Rock anzukommen. Wir hatten geplant im Gun Creek einzuklarieren, aber der Zoll dort ist noch nicht wieder geöffnet, so dass wir nach Spanish Town fuhren um die vielen Papiere auszufüllen. Die Schäden, die die von den Hurrikans verursacht wurden sind enorm. Der Hafen von Spanish Town funktioniert wieder, aber die meisten Gebäude sind noch völlig zerstört. Wir fuhren dann ein paar Meilen nach Norden in die Pond Bay, eine super schöne Bucht. Später am Nachmittag kamen auch noch Margrit und Dieter mit der Jatinga. In der Nacht kam aber ein ungemütlicher Schwell in die Bucht und wir wurden kräftig durchgeschüttelt. Am Morgen verzogen wir uns in die Leverik Bay zum Einkaufen. Es gibt dort einen kleinen Laden. Die Leverik Bay ist wieder aufgebaut, und man sieht dort kaum mehr Schäden des Hurrikans. Das ist aber dort oben die einzige Stelle die wirklich gut aussieht und es hat auch einen keinen Laden. Zum Glück hatten wir in St. Martin viel eingekauft, den auf den BVI’s  bekommt man nicht gerade viel und es gibt wenige Einkaufsmöglichkeiten. Rundherum ist alles zerstört. Der Saba Rock ist nur noch ein Trümmerfeld, aber wieder im Aufbau, die schöne Aussicht von Bitter End gibt es nicht mehr, das Ressort gegenüber des Saba Rocks existiert nicht mehr. Die Trümmer sind schon weggeräumt. Bis da wieder alles einigermassen in Ordnung ist braucht es wohl noch Jahre. Obwohl die Fahrtrinne zum Riff beim Saba Rock nicht mehr betonnt ist fuhren wir zum Schnorcheln bis ans Riff. Mit der Sonne im Rücken sieht man die Riffe sehr gut, und zurückfahren konnten wir anhand der Aufzeichnungen im Plotter. Die Aussenriffe sind auch in einem schlechten Zustand, aber die Inneren sind immer noch schön zum Schnorcheln. Am Abend suchten wir uns einen Platz zum Ankern. Jatinga hatte in der Nähe des Rat Points geankert, dort war es aber 12 Meter tief, und wir beschlossen wieder vor Prikley Pear zu ankern. Margrit und Dieter hatten am nächsten Tag über 2 Stunden, bis sie den Anker wieder oben hatten. Da zurzeit ihre Ankerwinde defekt ist mussten sie den Anker von Hand einholen. Ihr Anker hatte sich mit einem anderen und dessen Kette verfangen und sie konnten ihn nur meterweise mit Flaschenzügen hochbringen. Auf Grund liegt an einigen Orten noch viel Gerümpel im Meer das vom Hurrikan ins Meer geschleudert wurde. Am nächsten Tag fuhren wir zu den Baths. Ein Feld von riesigen Steinen welche wie von Zauberhand am Strand hingelegt wurden. Wir packten unsere Handys, Fotoapparate und anderes in wasserdichte Taschen und schnorchelten zum Strand. Vor allem Olivia und Lilian kletterten wie wild auf den viele Steinen herum und wir schlichen durch die kleinen Öffnungen und Wege bis zum hinteren Strand. Es wurden natürlich viele Fotos geschossen. Dann ging’s weiter nach Cooper Island. Wir konnten uns noch eine der letzten Boje schnappen. Die Wind und Strömungsverhältnisse waren aber dort sehr schwierig. Alle Schiffe schauten in eine andere Richtung und unsere Boje lag zwischen den Schwimmern und polterte an den Rumpf. So überliessen sie einem anderen und nahmen Kurs auf Great Harbour auf Peter Island. Am Abend ging’s dann zum Sundowner auf den Kult-Kneipen Dampfer Willy T. Dort geht es zur Sache. Rum Punch und Bier fliesst in Strömen und viele springen vom oberen Deck laut johlend ins Wasser. Am nächsten Tag fuhren wir Richtung Sopers Hole und machten einen Schnorchel Stopp bei den Pelican Islands. In Sopers Hole blieben wir nicht sehr lange. All die schönen Restaurants und Läden sind noch immer völlig zerstört. So zogen wir weiter zur Cane Garden Bay. Dort mussten wir leider wieder eine Boje nehmen, denn zum Anker ist kaum mehr Platz vorhanden. Hier hatte es viel weniger zerstörte Häuser und viele Restaurants am Strand sind wieder offen. Wir genossen wieder einmal die feinen Conch Fritters und ein kühles Bier. Am späteren Nachmittag gesellten sich noch Margrit und Dieter zu uns und wir genehmigten uns einen feinen Pain Killer.  (Rezept siehe Bilder).

Am nächsten Morgen ankerten wir vor der kleinen Sandinsel Sandy Spit. Auch diese hat kaum mehr Vegetation darauf. Nach diesem Stopp fuhren wir zur Lee Bay. Eine nicht sehr stark frequentierte Bucht mit Kies Strand, gesäumt von riesigen Steinen, welche auch Unterwasser zu finden sind. Von der einsamen Lee Bay ging es nach Marina Cay. Wir erwischten noch eine der letzten Boje. Dies war schon früher ein beliebter Ankerplatz. Auch diese Insel ist stark zerstört. Der Pussers Shop ist provisorisch in einem Gebäude auf dem Hügel untergebracht. Vom Restaurant und der schönen Terrasse ist nicht viel übrig geblieben. Wir gingen am Abend zum Essen. Das Restaurant ist in einem Zelt untergebracht und gekocht wurde sehr gut. Es gab sehr gute Spare Ripps, Steaks und vieles mehr. Am zweitletzten Ferien Tag von Markus, Patricia, Olivia und Lilian zogen wir in die Nähe des Flughafens in die Trellis Bay. Das Restaurant auf der Insel in der Mitte der Bay ist nur noch ein Trümmerhaufen. Am Land liegen mehr als 20 zerstörte Yachten. Einige Läden und Restaurants haben aber wieder geöffnet. Wir hatten an einer Boje festgemacht und schnorchelten in der Umgebung. Auf dem Grund liegen unzählige Teile von Schiffen, vom Haus und jede Menge Blechdächer. Vom Ankern in dieser Bucht ist eher abzuraten. Die Trellis Bay eignet sich sehr gut für einen Crew Wechsel. Vom Dinghy Dock bis zum Flughafen sind es keine fünf Minuten, aber man liegt dafür auch nur einige hundert Meter von der Piste entfernt. Am Donnerstag kam der Abschied. Wir brachten alle mit dem Dinghy an den Strand und verabschiedeten uns von ihnen. Wir hatten zwei schöne Wochen zusammen und legten über 160 Meilen zurück. Die Mädchen „vernichteten“ jede Menge Bücher, und fast jeden Tag gab es viel zum Schnorcheln. Bei uns wird es nun wieder ruhiger und bald werden wir wieder Richtung Süden ziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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