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Besuch in Antigua

05.03.2018

Als wir nach Falmouth Harbour kamen, lag die BenSwissYacht von Kadir schon in der Bucht. Ich kenne Kadir vom TO Treff in Zürich. Wir hatten sein Schiff schon in Teneriffa gesehen, aber er war da gerade in der Schweiz. Kadir war mit Murat dem Skipper und einem Freund zur gleichen Zeit losgezogen. Sie wollten um die Welt segeln. Nun ist leider ein Mitglied ausgefallen und so beschlossen sie im Mai wieder zurück ins Mittelmeer zu segeln. Am Montag den 12. Februar kam Marlen am Flughafen an. Wir nahmen ein Taxi um sie am Flughafen abzuholen. Mit einem Mietwagen hätten wir den Flughafen kaum gefunden. Ortstafeln oder Wegweiser sind hier völlig unbekannt. Die Strassen sind ein wenig besser als vor gut 20 Jahren, aber sonst scheint sich nicht viel verändert zu haben. Die Häuser sind wie früher, viele kleinen Holzhäuser oder fast Baracken. Der Flug war ein wenig früher als geplant angekommen, und Marlen hatte schon draussen auf uns gewartet. Fast eine Stunde später waren wir auf dem Schiff.

Im der Bucht hatte es wieder 25 Knoten Wind und draussen waren die hohen Wellen, so dass wir im Falmouth Harbour blieben. Am Mittwoch hatten wir beschlossen nach English Harbour zu gehen, um wieder mal was anderes zu sehen. Da es Marlen schon vor Anker schlecht geworden ist hatte Kadir die tolle Idee, dass Marlen zu Fuss gehen könnte und so nicht aufs Meer hinaus musste. Die Distanz zwischen Falmouth Harbour und English Harbour ist kaum ein Kilometer, aber übers Meer sind es etwa 3 Seemeilen. So brachte ich Marlen mit dem Beiboot an Land, und wir fuhren aussen rum und ankerten in English Harbour. Trudi hatte dann Marlen am Steg wieder abgeholt. Gegen Abend kam noch das letzte Ruderboot der ‚Atlantic Challenge‘ an. Es war ein Einmannboot. Er war in  63 Tagen von der Kanareninsel La Gomera nach Antigua gerudert. Auch 4 Schweizer waren dabei. Sie hatten nur gut 30 Tage gebraucht. Am nächsten Tag kamen dann auch Kadir und Murat nach English Harbour. Am Nachmittag gingen wir nach Shirley Heights einem schönen Aussichtspunkt, von wo man einen traumhaften Überblick über English Harbour und Falmouth hat. Wir waren zu Fuss losgezogen und hatten dann den Wanderweg genommen. Nach einiger Zeit hatten wir dann aber wieder umgedreht, weil der Weg immer mehr einem Bergbach glich. Wir gingen dann auf der normalen Strasse, aber mit der Zeit wurden uns klar dass die Strasse weit draussen rumführt und so hatte wir wieder umgedreht. Als ein Taxi Bus kam hatten wir ihn aufgehalten und gefragt, wie weit es noch wäre bis nach oben. Er hatte nur zwei Amerikaner dabei und so konnten wir auch noch mitfahren. Zuerst sind wir dann zum Charlotte Point gefahren von wo wir einen super Ausblick auf die Mamora Bay und den Indian Creek hatten. In Shirley Heights waren viele Autos und viele Besucher. Eine Steelband sorgte für Stimmung. Wir haben etwas getrunken und natürlich viel fotografiert. Leider hatten wir die Sonne von der falschen Seite.

Am nächsten Abend waren wir bei Kadir zum Nachtessen eingeladen. Murat ist nicht nur Skipper sondern auch der beste türkische Koch den wir kennengelernt hatten. Es wurde ein schöner Abend. Als Wind und Wellen etwas nachgelassen hatten, sind wir weiter zur Cralisle Bay gefahren. Marlen hatte sich gut an das Schaukeln gewöhnt und hatte keine Probleme auf der kurzen Fahrt. Wir lagen wieder vor der schönen Hotel Anlage und genossen das Leben. Zwei Tage später sind wir dann in die Bucht vor Jolly Harbour gefahren und hatten dort geankert. Der Wind wurde immer stärker und wir hatten oft über 35 Knoten. Auch kamen wieder recht hohe Wellen in die Bucht und es hatte uns zweimal die Entlastungsseile des Ankers zerrissen. Gegen Ende der Woche wurde das Wetter besser. Wir waren am Freitag mit dem öffentlichen Bus  nach St. John gefahren. Die Stadt ist schmutzig und es stinkt nach Abwässer und es sieht fast gleich aus wie vor 20 Jahren. Im Hafen lagen zwei grosse Kreuzfahrtschiffe. Dahinter sind viele Geschäfte mit Kleider, Souvenirs, Schmuck und Uhren, wie so an jeder Ecke wo Kreuzfahrtschiffe anlegen. Am Samstag waren wir nochmals in die Deep Bay gefahren wo nur wenige Schiffe lagen. Am nächsten Tag ging es dann in die Jolly Harbour Marina. Wir wollten wieder mal Waschen und Wasser bunkern. Leider aber gab es kein Wasser. Auf Antigua wird das meiste Wasser mit Entsaltzungsanlagen hergestellt, und durch den Wind und die Wellen wurde zu viel Sand aufgewirbelt und so konnten sie kein Wasser herstellen. Am Montagnachmittag ist Marlen wieder abgereist, und muss in die kalte Schweiz zurück. Der Unterschied von plus 30 Grad zu minus 10 Grad ist hart. Wir hatten trotz dem vielen Wind eine schöne Zeit und Marlen hatte die zwei Wochen auf einigen hundert Fotos festgehalten. Am Montag ging es nochmals nach English Harbour, wo wir Kadir wieder trafen und seine Satelliten Telefon Probleme noch lösten. Nun geht’s wieder Richtung Süden. Bis bald…

 

 

 

 

 


 

 

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