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Montserrat - St. Martin

22.02.2019

Von Deshaies aus wollten wir mal Montserrat besuchen. Seit dem grossen Vulkan Ausbruch 1997 wird die Insel nicht mehr so stark angelaufen. Leider war wieder mal nicht viel Wind so dass wir zum Teil den Motor zu Hilfen nehmen mussten. Schon von weitem sieht man wie aus dem Soufrière Rauch aufsteigt. Auf der westlichen Seite zeigt sich das Ausmass der Eruption. Plymouth wurde durch die Lava ziemlich zerstört und auch sonst sieht man viele Täler die durch Lava gefüllt wurden. Auf der westlichen Seite des Vulkans scheint aus dem ganzen oberen Teil Rauch aufzusteigen. Unterwegs wurden wir von einem Polizeiboot über Funk angerufen und mussten Angaben machen woher wir kamen und wohin es geht. Wir gaben an dass wir in der Little Bay ankern wollten und dann am nächsten Tag einklarieren. Wir fanden eine Ecke in der Bucht wo wir unseren Anker fallen liessen. Gegen Abend kam ein grosses Frachtschiff, welches ein paar Meter neben und ans Dock heranfuhr. Die Vorstellung dass das Schiff Nachts wieder auslief und auch noch in der Bucht wendete, veranlasste uns den Anker aufzunehmen und wir verlegten uns in die Rendezvous Bay gleich daneben. Als es dann dunkel war kamen viele kleinen Fliegen welche vom unserem einsamen Licht angelockt wurden, und so beschlossen wir am nächsten Morgen gleich weiter zu ziehen. Über Sailmail machte ich die Eintragungen für die Einklarierung in St. Kits. Der einzige Ort der ausgewählt werden konnte war Salt Pond, wo wir ja auch hin wollten.

Wir liessen den Anker in der schönen White House Bay fallen und gingen am Nachmittag in den Hafen, in dem nur Megajachten lagen zum Einklarieren. Da wir den Zoll nicht fanden fragte ich einen Passanten. Er erklärte mir dass es hier keinen Zoll gab, und wir nach Basseterre zum Einklarieren fahren müssten, wozu wir überhaupt keine Lust hatten. Am Abend gingen wir dann zum Sundowner in das schöne Restaurant welches in der Bucht lag und genossen den Sonnenuntergang mit vielen die von den Megayachten kamen. Die Drinks waren super und die frittieren Banana Chips waren die Besten die wir je hatten.

Am nächsten Morgenfrüh zogen wir dann sofort weiter Richtung St. Barts. Hinter der Insel hatte es keine Algen sodass wir immer die Angeln draussen hatten. Leider hatten wir nur wieder einen Barrakuda und einen Yellow Tale Snapper gefangen, welche wir wegen der Cinguatera Krankheit wieder ins Meer zurück beförderten. Am späteren Nachmittag ankerten wir bei St. Barth, neben der Harmonie mit Silvia und Ueli, welche wir in letzter Zeit schon mal getroffen hatten. Sie kamen dann zum Sundowner rüber und es gab wie immer viel zu berichten. Am Morgen um halb neun kam schon ein Zoll Boot vorbei und wollte uns erinnern, dass wir noch zum Einklarieren müssten, was wir ja sowie so vorhatten. Das Einklarieren funktioniert wie auf den anderen Französischen Inseln, aber hier werden die Daten gespeichert und man kann sie mittels Passwort wieder abrufen und muss nicht den ganzen Mist nochmals eingeben. St. Barts ist eine relativ kleine Insel, welche vorwiegend von Weissen bewohnt wird. Die Insel ist zu hügelig um Zuckerrohr anzupflanzen, und so mussten auch keine Sklaven angeschafft werden. König Ludwig XVI schenkte 1784 die Insel König Gustav III von Schweden im Tausch gegen ein Handelsrecht in Göteborg und 1877 kauften es die Franzosen für 400.000 Francs wieder zurück. Viele Strassen sind auch heute noch in Schwedisch angeschrieben. Wir spazierten viele Schritte (Schrittzähler im Handy) durch die Stadt und erklommen auch den Leuchtturm, von wo aus wir eine fantastische Aussicht hatten. Gleich hinter dem Hafenbüro ist ein kleiner Carrefour, wo wir einiges zu vernünftigen Preisen einkauften. Aus sonst lassen sich hier viele lebenswichtige Kleinigkeiten kaufen. So zum Beispiel ein Handtäschchen von Hermes für 4800.00 Euros und die entsprechende Brieftasche für 2700.00 Euros dazu. Wenn man nicht so auf Hermes steht, keine Panik, Gucci, Louis Vuitton, Prada und all die anderen sind auch da. Ein Laden den man als Segler aber unbedingt besuchen sollte ist der Ship Chandler Le Ship welcher sich kurz vor dem Bookstore befindet. Nach rechts schauen, dort geht eine steile Treppe nach oben. Er hat ein ausgesprochen gutes und grosses Sortiment und faire Preise. Am Dienstag gingen wir zum Ausklarieren was durch das Aufrufen der gespeicherten Daten sehr einfach ist. Erstaunt hatte uns dann der Preis den wir für fünf Tage vor Anker liegen bezahlten, nämlich 94.00€. Edel zu ankern ist halt auch nicht billig.

Wir fuhren dann gleich los zur Ile de Fourchue und nahmen uns dort eine Boje. Es waren nur wenige Schiffe dort. Zum Schnorcheln nichts Aufsehenerregendes, ausser es hatte sehr viele Schildkröten. Unter unserem Schiff zählten wir schon vier. Mit dem Standup Brett paddelten wir sitzend ans Land und stiegen auf einen Hügel um die Aussicht zu bewundern. Kaktus resistente Schuhe sind von Vorteil. Am nächsten Morgen ging es dann bald los und wir segelten in die Simpson Bay auf Sint Maarten. Kaum hatten wir geankert, kam schon ein Boot der Küstenwache um uns zu kontrollieren. Wir mussten alle Papiere zeigen, die Feuerlöscher und die Raketen. Es wurde viel aufgeschrieben, aber irgendwas müssen die ja auch machen. Das Einklarieren auf der holländischen Seite ist wieder mit viel Schreibarbeit und nicht sehr freundlichen Beamten gewürzt. Durch den Südost Wind kam eine ziemliche Dünung in die Bucht. Am Vormittag wollten wir noch einkaufen, aber der Grand Marché wurde leider vom Hurrikan beschädigt und ist nicht mehr offen. So besuchten wir Water World und Budget Marine und erstanden einiges fürs Schiff. Um ein Uhr hatten wir genug von der Schaukelei und ich ging zum Ausklarieren und danach segelten wir zur Marigot Bay auf der französischen Seite. Es lagen schon viele Schiffe in der Bucht. Da sie aber sehr gross ist findet man problemlos einen Platz. Am Strand sind noch viele Häuser in einem erbärmlichen Zustand, aber im Dorf sieht man nicht mehr viele Hurrikan Schäden. Wir hatten bald einen Super-U gefunden, der ein grosses Sortiment hat, und auch wesentlich billiger ist als auf der holländischen Seite. Leider aber sind wegen der Verspätung eines Schiffes keine Joghurts in St. Martin erhältlich. Irgendwann werden sie kommen.

 

 

 

 

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