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Es geht los

05.09.2017

 

Am Sonntag 27. August fliegen wir mit 30 Minuten Verspätung ab Basel nach Montpellier.

In Montpellier übernehmen wir einen Mietwagen. Einen Renault Clio. Der kleine Wagen ist recht rassig, aber das Navi meldet sich bei jeder kleinsten Geschwindigkeitsüberschreitung, das nervt. Wir kommen gut voran bis 15 Kilometer vor Port Saint Louis denn dort rennt uns bei 110 Stundenkilometer eine Wildsau von links ins Fahrzeug. Es scheppert und rattert heftig und im Rückspiegel sehe die Wildsau auf der Strasse liegen. Zum Glück war es kein grosses Exemplar sonst wäre es wahrscheinlich nicht so glimpflich ausgegangen. Wir hatten angehalten, konnten aber in der stockdunklen Nacht ohne Taschenlampe nicht viel feststellen. Dass im Handy eine Lampe ist hatten wir vergessen. Wir fuhren dann noch ein Stück weiter. Da es beim Fahren unter dem Wagen gekratzt hat, haben wir dann doch wieder angehalten. Was tun? Es war stockdunkel, kein Mond, kein Häuser einfach nichts. Ich konnte mich noch erinnern, dass die internationale Notruf Nummer 112 ist und habe sie mal gewählt. ‚Sapeur Pompier‘ kam eine Stimme, ich war bei der Feuerwehr gelandet und konnte dem Feuerwehrmann unter zu Hilfenahme des Navi erklären wo wir sind, denn in der Camargue draussen gibt es nicht viele Kreuzungen. Nach einer viertel Stunde sind sie dann mit einem Krankenwagen gekommen. Da wir nicht verletzt waren haben sie mir geholfen die verkeilten Teile unter dem Auto hervor zu holen. Die Front war auf der linken Seite recht lädiert und hing fast auf der Strasse. Danach kam noch ein Chef von der Feuerwehr und auch noch drei Polizisten. Da wir noch fahren konnten meinten sie da kann man nicht viel machen es habe halt viele Wildschweine hier und so sind wir dann nach Port Saint Louis weitergefahren. Am nächsten Morgen habe ich die die Notfall Nummer von Europcar angerufen. Eine Stunde später kam ein Abschleppwagen. Das Auto wurde aufgeladen und wir sind damit nach Marseille gefahren, wo ich einen Fiat Panda bekommen habe. Das Ding ist recht gewöhnungsbedürftig, aber es lief wenigsten. Wir haben dann fast alle die vielen Arbeiten erledigt, die noch zu erledigen waren. Am Mittwoch musste ich noch den Mietwagen nach Montpellier zurückbringen. Bei Navy Service arbeitet ein älterer ein wenig schwerhöriger, sympathischer Herr von 87 Jahren, der auch Taxidienste ausführt. Wir haben vereinbart, dass wir hintereinander nach Montpellier fahren und er mich dann mit zurück nimmt. Da es auf der grossen Strasse viel Verkehr habe, hatte er vorgeschlagen, dass wir die kleine Strasse bis nach Arles nehmen. Ich hatte nichts dagegen. Ich hatte geglaubt, dass wir wohl ein arges Verkehrshindernis sein werden, denn so wie er auf dem Werft Gelände herumgekurvt ist war ich auf eine lange Reise gefasst. Denkste, auf der kleinen Strasse hat er wahrscheinlich gedacht er sei auf der grossen Strasse, denn anstatt der erlaubten 90 Stundenkilometer fuhren wir 110. Auf der grossen Strasse hat er wohl geglaubt er sei auf der Autobahn, denn statt 110 fuhren wir 130 und auf der Autobahn dann zum Glück nur noch 145. Ich musste den kleinen Panda richtig jagen, damit ich ihm folgen konnte. Da ich das Handy im Mietauto liegen gelassen hatte, mussten wir nochmals 20 Km zurückfahren sonst hätten wir sicher den Strecken Rekord gebrochen. Bei der Firma PSL Greement haben wir ein Sonnenschutz für den Sitzplatz anfertigen lassen und der wurde an diesem Tag auch endlich fertig geliefert. Jedes Mal wenn sie damit vorbei gekommen ist, hat Etwas gefehlt, oder war falsch vernäht. Die Qualität hier im Süden ist nicht die gleiche wie bei uns und Zeitangaben sind extrem variabel. Ich komme dann Morgen noch vorbei, heisst nicht dass sie dann am nächsten Tag auch kommt.

Am Donnerstagmorgen wurde Mariposa endlich wieder dem Wasser übergeben. Es ist ein ganz anderes Gefühl auf einem Schiff zu leben das schwimmt. Da für die nächsten Tage war Mistral angesagt wurde haben wir uns in den Hafen von Port Saint Louis verholt und sind dort bis Sonntagmittag geblieben.  Am Samstag haben uns die Voreigener Herr und Frau Marchand besucht. Sie wollten Mariposa mit all den Änderungen sehen uns sich von uns verabschieden. Vom Hafen aus konnten wir auch nochmals kräftig einkaufen. Das Schiff ist so gefüllt Lebensmittel, das wir heute schon über den Atlantik starten könnten.

 

 

 

 

 

 

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