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Korsika - Sardinien

29.03.2017

 

 

Am 18. Mai sind wir in Port Saint Louis angekommen. Wir habe nun gut 2 Monate Zeit um mit Mariposa Korsika und Sardinien zu bereisen. Die ersten Tage haben wir viel Arbeit das Schiff einsatzfähig zu machen. Vor allem der Dreck ist in Port Saint Louis allgegenwärtig. So schruppten wir das Schiff bis es wieder einigermassen sauber ist. Danach ist Einkaufen angesagt. Es ist einfacher hier mit dem Auto noch vieles einzukaufen, als später zu Fuss. Am Mittwoch den 25. Mai wird die Mariposa wieder in ihr Element gebracht. Die Motoren laufen ohne Probleme an und wir fahren gleich los Richtung Marseilles. Dort verbringen wir die erste Nacht wieder auf der Insel Friaul. Das Wasser ist mit 16 Grad noch zu kalt zum Baden. In den nächsten Tage segeln wir weiter Richtung Côte d'Azur bis zur Insel Porquerolles. Die Tage sind schon angenehm warm und die Temperatur des Wassers ist auch schon auf 17 Grad gestiegen.

Am 29. Mai laufen wir am Nachmittag Richtung Korsika aus. Der Himmel ist ein wenig bedeckt. Am Anfang haben wir guten Wind zum Segeln. Mit 14 Knoten Wind laufen wir mit dem Génnaker 9 Knoten. Herrliches Segeln. Leider verändert sich der Winkel des Windes und auch die Stärke nimmt laufend ab, sodass wir nach einigen Stunden die Segel bergen müssen und unter Motor weiter laufen. In der Nacht fängt es auch an zu regnen und je näher wir Korsika kommen gibt es auch ein Gewitter. Da von Norden sehr schlechtes Wetter angesagt ist, laufen wir nicht wie vorgesehen Calvi an, sondern wechseln den Kurs und laufen Richtung Golfe de Galieria. Die nächsten Tage segeln wir über Ficajola weiter Richtung Süden. Wir ankern in der Bucht Porticcio Plage. Der Gestank von verbranntem Öl verbreitet sich vom Backbord Motorraum. Nach einer Inspektion ist klar, aus der Saildrive Dichtung dringt schwarzes Öl. Übers Internet habe ich dann eine Vertretung von Lagoon in Ajaccio gefunden und habe mit dem Techniker gesprochen. So nehmen wir wieder den Anker auf und segeln über die Bucht in den alten Hafen von Ajaccio, wo uns der Techniker einen Platz zuweist. Schnell ist klar, die Dichtung des Saildrive ist defekt und muss erneuert werden. Wir haben gerade noch drei Tage bis unsere Freunde Rita, Walter, Elisabeth und Martin zu Besuch kommen. Am Tag zuvor fahren wir mit einem Motor über die Bucht zur Werft, wo die Mariposa für 2 Stunden aus dem Wasser genommen wird und das Lager ausgetauscht wird. Am Vorabend des Besuches sind wir wieder im Wasser mit einer neuen Dichtung und einer gesalzenen Rechnung. Am nächsten Tag treffen unsere Freunde ein und wir verbringen schöne 10 Tag zwischen Ajaccio und den Iles Lavezzi. Als unsere Freunde abgereist sind segeln wir wieder nach Figari wo wir ein paar Tage später unsere Tochter Andrea und Trudis Schwester Margrit an Bord nehmen. Über Bonifacio segeln wir nach Sardinien in die Gegend von La Madalena. Dort verbringen wir einige schönen Tage in türkisblau schimmernden Buchten. Im Golfo Pevero unterhalb von Porte Cervo liegt gleichzeitig die grösste Privatyacht nach Volumen. Sie ist ein imposanter Anblick. Dann verbringen wir 2 Tage im Hafen von La Maddalena. La Maddalena ist eine typisches italienische Touristen Stadt, aber mit Charme. Nach einem guten Nachtessen und einer ruhigen Nacht segeln wir wieder zurück nach Bonifacio. Andrea und Margrit fahren mit dem Taxi zu Flughafen und wir segeln oder motoren wieder Richtung Norden und ankern in Golfe de Peru. Von dort geht es wieder zum französischen Festland. Leider fast die ganze Strecke mit Motor, weil wieder einmal kein Wind wehte. Am nächsten Morgen habe ich um 6 Uhr die Angelleine zu Wasser gelassen und habe mich dann hingelegt. Ich war kaum eingeschlafen, da weckte mich Trudi, denn wir hatten einen Fisch an der Angel. Nach einigem Kämpfen hatten wir einen schönen, grossen Thunfisch beim Boot. Leider konnte er sich im letzten Moment noch befreien. So gab’s halt keinen frischen Fisch. Nach einer Nacht bei der Ile du Levant sind wir dann über Cassis wieder zurück nach Port Saint Louis gefahren. Alles in allem war es ein sehr schöner Törn, aber leider hat's im Sommer vielfach kein Wind, oder wenn es mal hat, ist er stark und kommt meist noch aus der falschen Richtung. Wir konnten aber wieder viele Erfahrungen sammeln.

 

 

 

 

 

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